Zustand heute

Die Fundamentbewegungen im Untergrund der Kirche sind zum Stillstand gekommen, nun geht es darum, den Kirchbau zu sichern und wieder provisorisch nutzbar zu machen. Das Sicherungskonzept hat nur diese vorläufigen Maßnahmen im Blick, da sich wahrscheinlich nur hierfür die nötigen Mittel in überschaubarer Zeit aufbringen lassen.

Die Sicherungsarbeiten an der Pfaffendorfer Kirche sind in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt. Zunächst sollen die zwei Halbrotunden wiederhergestellt werden. Sie werden ab- und nach Einbringung einer unsichtbaren Stützkonstruktion wieder aufgebaut. Weitergehend wird es zu einer Sicherung der Apsisfundamente kommen. Im nächsten Schritt wird es darum gehen, die Horizontallasten der Westwand durch eine Verankerung an der Ostwand sowohl im Fußboden- wie auch im Deckenbereich aufzunehmen. Auch die Glockenanlage im Kirchturm muss baulich verändert werden, da im jetzigen Zustand die Schwingungen der Glocken in Verbindung mit der Schwingung des Turmes zu weiteren Schäden führen können. Schließlich werden auch die Gewölberippen, Gewölbekappen und die Wandrisse im Kircheninneren bautechnisch restauriert.

Da das Stützgerüst im Kircheninneren dann nicht mehr benötigt wird, kann der Kirchraum wieder provisorisch genutzt werden.

Die Kirche ist also heute in einem gesicherten Zustand, der die Nutzung für Gottesdienste, Konzerte und andere Veranstaltungen erlaubt. Allerdings bleibt noch vieles zu tun, um am Ende einen - auch optisch - wieder ansprechenden Zustand zu erreichen.